Ein abgedankter Soldat hatte nichts zu leben und wußte sich nicht mehr zu helfen. ...

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Des Teufels rußiger Bruder

Ein abgedankter(ab|dan·ken) Soldat hatte nichts zu leben und wußte(wis·sen) sich nicht mehr zu helfen. Da ging er hinaus in den Wald, und als er ein Weilchen gegangen war, begegnete(be·geg·nen) ihm ein kleines Männchen, doch das war der Teufel悪魔. Das Männchen sagte zu ihm: "Was fehlt dir?どうした? Du siehst(aus|se·hen) so trübselig暗い aus." Da sprach der Soldat: "Ich habe Hunger, aber kein Geld." Der Teufel sagte: "Willst du dich bei mir vermieten貸す und mein Knecht召使 sein, so sollst du für dein Lebtag genug haben; sieben Jahre sollst du mir dienen仕える, hernach bist du wieder frei. Aber eins sag ich dir, du darfst dich nicht waschen洗う, nicht kämmenくしでとかす, nicht schnippenはじき飛ばす, keine Nägel und Haare abschneiden切り取る und kein Wasser aus den Augen wischenふき取る." Der Soldat sprach: "Frisch dran, wenn's nicht anders sein kann他に方法がないなら," und ging mit dem Männchen fort(fort|ge·hen), das führte(füh·ren) ihn geradewegsまっすぐに in die Hölle hinein. Dann sagte es ihm, was er zu tun hätte何をすべきかを: er müßte das Feuer schürenをかき立てる unter den Kesseln大型の鍋, wo die Höllenbraten drinsäßen地獄のローストが入っている, das Haus reinhalten(rein)清潔に, den Kehrdreck掃いたくごみ(Dreck) hinter die Türe tragen und überall auf Ordnung sehen; aber guckte(gu·cken) er ein einziges Mal in den Kessel hinein, so würde es ihm schlimm ergehenに会う. Der Soldat sprach: "Es ist gut, ich will's schon確かに besorgenを処理する." Da ging nun der alte Teufel wieder hinaus auf seine Wanderung流浪の旅, und der Soldat trat seinen Dienst an(an|tre·ten), legte Feuer zu火をつける(zu|le·gen), kehrte und trug den Kehrdreck hinter die Türe, alles, wie es befohlen(be·feh·len) war.

Illustration von Otto Ubbelohde, 1909
Wie der alte Teufel wiederkam, sah er nach, ob alles geschehen(過去分詞が同形) war, zeigte sich zufrieden満足した und ging zum zweitenmal fort. Der Soldat schaute sich nun einmal recht um(um|schau·en), da standen die Kessel ringsherum周囲に in der Hölle, und brannte(bren·nen) ein gewaltiges Feuer darunter, und es kochte und brutzelteじゅうじゅう焼ける darin. Er hätte für sein Lebenと引き換えに gerne hineingeschaut, wenn es ihm der Teufel nicht so streng verboten hätte厳格に禁止する; endlich konnte er sich nicht mehr anhalten我慢できなくなる, hob vom ersten Kessel(auf|he·ben) ein klein bißchenほんの少し den Deckelふた auf und guckte(gu·cken) hinein. Da sah er seinen ehemaligen Unteroffizier伍長 darin sitzen. "Aha, Vogel,"なじみの野郎だ sprach er, "treff(tref·fen) ich dich hier? Du hast mich gehabt支配する, jetzt hab ich dich," ließ geschwind den Deckel fallen, schürteかき立てる das Feuer und legte noch frisch zu. Danach ging er zum zweiten Kessel, hob ihn auch ein wenig auf und guckte, da saß sein Fähnrich士官 darin. "Aha, Vogel, treff ich dich hier? Du hast mich gehabt, jetzt hab ich dich," machte den Deckel wieder zu und trug(bei|tra·gen) noch einen Klotz丸太 herbei, der sollte ihm recht heiß machen. Nun wollte er auch sehen, wer im dritten Kessel säße; da war's gar ein General将軍. "Aha, Vogel, treff ich dich hier? Du hast mich gehabt, jetzt hab ich dich," holte den Blasebalgふいご und ließ das Höllenfeuer recht unter ihm flackern燃え上がらせる. Also tat er sieben Jahr seinen Dienst in der Hölle, wusch(wa·schen) sich nicht, kämmte(käm·men) sich nicht, schnippte sich nicht, schnitt sich die Nägel und Haare nicht und wischte sich kein Wasser aus den Augen; und die sieben Jahre waren ihm so kurz, daß er meinte, es wäre nur ein halbes Jahrたった半年 gewesen. Als nun die Zeit vollends完全に herum過ぎ去って war, kam der Teufel und sagte: "Nun, Hans, was hast du gemacht?" - "Ich habe das Feuer unter den Kesseln geschürt, ich habe gekehrt und den Kehrdreck hinter die Türe getragen." - "Aber du hast auch in die Kessel geguckt; dein Glück ist, daß du noch Holz zugelegt加える hast, sonst wäre dein Leben verloren; jetzt ist deine Zeit herum. Willst du wieder heim?" - "Ja," sagte der Soldat, "ich wollt auch gerne sehen, was mein Vater daheim macht." Sprach der Teufel: "Damit...するために du deinen verdienten Lohn稼いだ報酬 kriegst(krie·gen), geh und raffe自分のものにする dir einen Ranzenリュックサック voll Kehrdreck und nimm's mit nach Haus. Du sollst auch gehen ungewaschen und ungekämmt, mit langen Haaren am Kopf und am Bartひげ, mit ungeschnittenen Nägeln und mit trüben暗くする Augen, und wenn du gefragt wirst, woher du kämst, sollst du sagen, 'aus der Hölle', und wenn du gefragt wirst, wer du wärst何者か, sollst du sagen, 'des Teufels rußiger Bruder und mein König auch'. " Der Soldat schwieg still(still|schwei·gen) und tat, was der Teufel sagte, aber er war mit seinem Lohn gar nicht zufrieden.

Sobald er nun wieder oben(地獄の)上 im Wald war, hob er seinen Ranzen vom Rükken und wollte ihn ausschütten(aus|schüt·ten). Wie er ihn aber öffnete, so war der Kehrdreck pures(pur) Gold geworden. "Das hätte ich mir nicht gedacht," sprach er, war vergnügt喜び(ver·gnü·gen) und ging in die Stadt hinein. Vor dem Wirtshaus stand der Wirt, und wie ihn der herankommenに近づいてくる sah, erschrak驚く(er·schre·cken) er, weil Hans so entsetzlich恐ろしい aussah, ärgerひどい(arg) als eine Vogelscheucheかかし(scheu·chen). Er rief ihn an und fragte: "Woher kommst du?" - "Aus der Hölle!" - "Wer bist du?" - "Dem Teufel sein悪魔に縁する rußiger Bruder und mein König auch!" Nun wollte der Wirt ihn nicht einlassen通す(ein|las·sen), wie er ihm aber das Gold zeigte, ging er und klinkte取っ手 selber die Türe auf. Da ließ sich Hans die beste Stube上等の部屋 geben und köstlichおいしい aufwarten食卓に出す, aß und trank sich sattお腹いっぱい, wusch sich aber nicht und kämmte sich nicht, wie ihm der Teufel geheißen hatte, und legte sich endlich schlafen. Dem Wirt aber stand der Ranzen voll Goldが浮かんでいる(ste·hen) vor Augen瞼に und ließ ihm keine Ruhe, bis er in der Nacht hinschlich忍び込む(schlei·chen) und ihn stahl(steh·len).

Wie nun Hans am andern Morgen aufstand, den Wirt bezahlen(4格)に支払う und weitergehen wollte, da war sein Ranzen wegなくなる. Er faßte sich心を落ち着ける aber kurz, dachte: Du bist ohne Schuld unglücklich gewesen, und kehrte wieder um引き返す(um|keh·ren), geradezu in die Hölle. Da klagte er dem alten Teufel seine Not苦境 und bat(bit·ten) ihn um Hilfe. Der Teufel sagte:

Illustration von Otto Ubbelohde, 1909
"Setz dich, ich will dich waschen, kämmen, schnippen(爪を)はじき飛ばす, die Haare und Nägel schneiden und die Augen auswischen," und als er mit ihm fertig war, gab er ihm den Ranzen wieder voll Kehrdreck und sprach: "Geh hin und sage dem Wirt, er sollte dir dein Gold wieder herausgeben, sonst wollt ich kommen und ihn abholen連れに来る, und er sollte an deinem Platz das Feuer schüren火を焚く." Hans ging hinauf und sprach zum Wirt: "Du hast mein Gold gestohlen, gibst du's nicht wieder返さない, so kommst du in die Hölle an meinen Platz und sollst aussehen so greulich wie ich." Da gab ihm der Wirt das Gold und noch mehr dazu und bat ihn, nur still davon zu sein; und Hans war nun ein reicher Mann.

Hans machte sich auf den Weg heim zu seinem Vater, kaufte sich einen schlechten Linnenkittel麻の上着 auf den Leib, ging herum und machte Musik, denn das hatte er beim Teufel in der Hölle gelernt. Es war ein alter König im Land, vor dem mußt er spielen, und der geriet darüber inに陥る solche Freude, daß er dem Hans seine älteste Tochter zur Ehe versprach. Als die aber hörte, daß sie so einen gemeinen Kerl下品な男 im weißen Kittel白い上着 heiraten sollte, sprach sie: "Eh ich das tat, wollt ich lieber ins tiefste Wasser gehen!" Da gab ihm der König die jüngste, die wollt's ihrem Vater zuliebe gerne tun; und also bekam des Teufels rußiger Bruder悪魔の煤けた弟 die Königstochter und, als der alte König gestorben war, auch das ganze Reich.