Eines Tages holte ein Bauer seinen hagebüchnen Stock aus der Ecke und sprach zu seiner Frau ...

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Die klugen Leute

Illustration von Otto Ubbelohde, (1909)
Eines Tages holte ein Bauer seinen hagebüchnen Stockシデの木の棒 aus der Ecke und sprach zu seiner Frau 'Trine, ich gehe jetzt über Land陸路で und komme erst in drei Tagen3日後 wieder zurück. Wenn der Viehhändler家畜(Vieh)商人 in der Zeit bei uns einspricht(ein|spre·chen) und will unsere drei Kühe kaufen, so kannst du sie losschlagen売渡す, aber nicht anders als für zweihundert Taler200ターラー, geringerより少ない nicht, hörst du?' 'Geh nur in Gottes Namen神様にかけて,' antwortete die Frau, 'ich will das schon machen.' 'Ja, du!' sprach der Mann, 'du bist als ein kleines Kind einmal auf den Kopf gefallen頭から落ちた, das hängt dir bis auf diese Stunde nach遅れている(nach|hän·gen). Aber das sage ich dir, machst du dummes Zeug愚かなこと, so streiche ich dir den Rücken blau an青く塗る(an|strei·chen), und das ohne Farbe, bloß...だけ mit dem Stock, den ich da in der Hand habe, und der Anstrichその色 soll ein ganzes Jahr haltenを保つ, daraufその事を kannst du dich verlassen.' Damit ging der Mann seine Wege.

Am andern Morgen kam der Viehhändler, und die Frau brauchte mit ihm nicht viel Worte zu machen. Als er die Kühe besehenを注意深く見る hatte und den Preis vernahmを聞く, sagte er 'das gebe ich gerne, so viel sindそれくらいの sie unter Brüdern仲間内 wert. Ich will die Tiere gleich mitnehmen.' Er machte sie(los|ma·chen) von der Kette los und trieb(trei·ben) sie aus dem Stall. Als er eben zum Hoftor hinaus wollte, faßte(fas·sen) ihn die Frau am Ärmel und sprach 'Ihr müßt mir erst die zweihundert Taler geben, sonst kann ich Euch nicht gehen lassen.' 'Richtig,' antwortete der Mann, 'ich habe nur vergessen, meine Geldkatze巾着 umzuschnallenを身に着ける(um|schnal·len). Aber macht Euch keine Sorge心配しないで, Ihr sollt Sicherheit haben, bis ich zahle. Zwei Kühe nehme ich mit, und die dritte lasse ich Euch zurück, so habt Ihr ein gutes Pfand担保.' Der Frau leuchtete das einに理解できる(ein|leuch·ten), sie ließ den Mann mit seinen Kühen abziehen曳く(ab|zie·hen) und dachte 'wie wird sich der Hans freuen喜ぶだろう, wenn er sieht, daß ich es so klug gemacht habe.' Der Bauer kam den dritten Tag, wie er gesagt hatte, nach Haus und fragte gleich, ob die Kühe verkauft(verkaufen) wären. 'Freilich, lieber Hans,' antwortete die Frau, 'und wie du gesagt hast言ったように, für zweihundert Taler. So viel sind sie kaum wert, aber der Mann nahm sie ohne Widerrede文句なしに.' 'Wo ist das Geld?' fragte der Bauer. 'Das Geld, das habe ich nicht,' antwortete die Frau, 'er hatte gerade seine Geldkatze vergessen, wirds aber bald bringen; er hat mir ein gutes Pfand zurückgelassen置いていく(zu·rück|las·sen).' 'Was für ein Pfand?' fragte der Mann. 'Eine von den drei Kühen, die kriegt手に入れる(krie·gen) er nicht eher, als bis er die andern bezahlt hat. Ich habe es klug gemacht, ich habe die kleinste zurückbehalten手元に残しておく, die frißt食べる(えさを) am wenigsten少なくてすむ.' Der Mann ward zornig, hob seinen Stock in die Höhe und wollte ihr damit den verheißenen Anstrich約束した(ver·hei·ßen)打ちすえ geben. Plötzlich ließ er ihn sinken und sagte 'du bist die dummste Gans愚かなガチョウ, die auf Gottes Erdboden聖なる地上を herumwackeltふらふらと歩く(wa·ckeln), aber du dauerst michに気の毒だと思わせる(dau·ern). Ich will auf die Landstraße gehen und drei Tage lang warten, ob ich jemand finde, der noch einfältiger愚かな(ein·fäl·tig) ist, als du bist. Glückt mirs, so sollst du frei sein, find ich ihn aber nicht, so sollst du deinen wohlverdienten Lohn相応の報い(Lohn) ohne Abzug差し引きなし erhalten受け取る.'

Er ging hinaus auf die große Straße, setzte sich auf einen Stein und wartete auf die Dinge, die kommen sollten事の起こり. Da sah er einen Leiterwagen荷車 heranfahrenこちらへ, und eine Frau stand mitten darauf, statt...する代わりに auf dem Gebund Stroh zu sitzen, das dabei lag(lie·gen), oder neben den Ochsen zu gehen und sie zu leiten連れて行く. Der Mann dachte 'das ist wohl eine, wie du sie suchst,' sprang auf(auf|sprin·gen) und lief(lau·fen) vor dem Wagen hin und herあちこち, wie einer, der nicht recht gescheitまともな分別が無い ist. 'Was wollt Ihr, Gevatter,' sagte die Frau zu ihm, 'ich kenne Euch nicht, von wo kommt Ihr her?' 'Ich bin von dem Himmel gefallen,' antwortete der Mann, 'und weiß nicht, wie ich wieder hinkommen(hin|kom·men) soll; könnt Ihr mich nicht hinauffahren?連れて行ってくれない?, 'Nein,' sagte die Frau, 'ich weiß den Weg nicht. Aber wenn Ihr aus dem Himmel kommt, so könnt Ihr mir wohl恐らく sagen, wie es meinem Mann geht, der schon seit drei Jahren dort ist: Ihr habt ihn gewiß gesehen?' 'Ich habe ihn wohl gesehen, aber es kann nicht allen Menschen gut gehenうま く 行 く. Er hütet die Schafeの番をする(hü·ten), und das liebe Viehかわいい動物 macht ihmに手こずらせる viel zu schaffen, das springt auf die Berge und verirrt sich道に迷う(ver·ir·ren) in der Wildnis荒野, und da muß er hinterherlaufen追いかけて行く und es wieder zusammentreiben一か所に集める. Abgerissenぼろぼろの服 ist er auch, und die Kleider衣服 werden ihm bald vom Leib体から fallen. Schneider仕立屋 gibt es dort nicht, der heilige Petrus聖ペテロ läßt(las·sen) keinen hinein, wie Ihr aus dem Märchen wißtおとぎ話でも知られている.' 'Wer hätte sich das gedacht!誰が考える' rief die Frau, 'wißt Ihr was?あのね.. ich will seinen Sonntagsrock礼服 holen, der noch daheim im Schrank洋服だんす hängt, den kann er dort mit Ehren誇りを持って tragen. Ihr seid so gut親切な貴方 und nehmt ihn mit.' 'Das geht nicht wohl,' antwortete der Bauer, 'Kleider darf man nicht in den Himmel bringen, die werden einem vor dem Tor abgenommen取り上げられる.' 'Hört mich an,' sprach die Frau, 'ich habe gestern meinen schönen Weizen小麦 verkauft und ein hübsches Geldかなりの金額 dafür bekommen, das will ich ihm schicken. Wenn Ihr den Beutel in die Tasche steckt, so wirds kein Mensch gewahrに気づく(ge·wah·ren).' 'Kanns nicht anders sein,' erwiderteと答える(er·wi·dern) der Bauer, 'so will ich Euch wohl den Gefallen tunそうしてもよい.' 'Bleibt nur da sitzen,' sagte sie, 'ich will heim fahren und den Beutel holen; ich bin bald wieder hier. Ich setze mich nicht auf das Bund Stroh, sondern stehe auf dem Wagen, so hats das Vieh leichter軽やか.' Sie trieb ihre Ochsen anを駆り立てる(an|trei·ben), und der Bauer dachte 'die hat Anlage素質 zur Narrheit愚かさ, bringt sie das Geld wirklich, so kann meine Frau von Glück sagen, denn sie kriegt keine SchIäge.' Es dauerte nicht lange, so kam sie gelaufen, brachte das Geld und steckte es ihm selbst in die Tasche. Eh sie wegging.する前に(e·he), dankte sie ihm noch tausendmal für seine Gefälligkeit親切.

Als die Frau wieder heim kam, so fand sie ihren Sohn, der aus dem Feld zurückgekehrt(zu·rück|keh·ren) war. Sie erzählte(er·zäh·len) ihm, was sie für unerwartete Dinge思いがけない事 erfahrenを経験する hätte, und setzte dann hinzuを付け加える(hin·zu|set·zen) 'ich freue mich recht, daß ich Gelegenheit機会 gefunden habe, meinem armen Mann etwas zu schicken, wer hätte sich vorgestelltを想像する(vor|stel·len), daß er im Himmel an etwas Mangel leiden欠乏に苦しむ würde?' Der Sohn war in der größten Verwunderung, 'Mutter,' sagte er, 'so einer aus dem Himmel kommt nicht alle Tage, ich will gleich hinaus und sehen, daß ich den Mann noch finde: der muß mir erzählen, wies dort aussieht示して教える(wei·sen) und wies mit der Arbeit geht.' Er sattelte das Pferdに鞍を置くる(sat·teln) und ritt(rei·ten) in aller Hast全速力で fort. Er fand den Bauer, der unter einem Weidenbaum柳(Wei·de)の木 saß und das Geld, das im Beutel war, zählen wollte. 'Habt Ihr nicht den Mann gesehen,' rief ihm(zu|ru·fen) der Junge zu, 'der aus dem Himmel gekommen ist?' 'Ja,' antwortete der Bauer, 'der hat sich wieder auf den Rückweg gemacht und ist den Berg dort hinaufgegangen, von wo ers etwas näher hat. Ihr könnt ihn noch einholenに追いつく, wenn Ihr scharf reitet' 'Ach,' sagte der Junge, 'ich habe mich den ganzen Tag abgeäschert, und der Ritt hierher hat mich vollends完全に müde gemacht: Ihr kennt den Mann, seid so gutお願いです und setzt Euch auf mein Pferd und überredet ihnを説得する(ü·ber·re·den), daß er hierher kommt.' 'Aha,' meinte der Bauer, 'das ist auch einer, der keinen Docht in seiner Lampe hatランプに芯がない(脳みそがない).

Illustration von Otto Ubbelohde, (1909)
'Warum sollte ich Euch den Gefallen頼み事 nicht tun?' sprach er, stieg auf und ritt im stärksten Trabすごい速足で fort. Der Junge blieb sitzen, bis die Nacht einbrachが始まる(ein|bre·chen), aber der Bauer kam nicht zurück. 'Gewiß,'きっと dachte er, 'hat der Mann aus dem Himmel große Eile gehabt und nicht umkehren wollen, und der Bauer hat ihm das Pferd mitgegebenに を持たせる(mit|ge·ben), um es meinem Vater zu bringen.' Er ging heim und erzählte seiner Mutter, was geschehen war: das Pferd habe er dem Vater geschickt, damit er nicht immer herumzulaufen走り回る(he·rum|lau·fen) brauche(brau·chen). 'Du hast wohl getan,' antwortete sie, 'du hast noch junge Beine und kanns t zu Fuß gehen.'

Als der Bauer nach Haus gekommen war, stellte er das Pferd in den Stall neben die verpfändete Kuh担保にした(ver·pfän·den)牛, ging dann zu seiner Frau und sagte 'Trine, das war dein Glück, ich habe zwei gefunden, die noch einfältigere Narren単純な愚か者(Narr) sind als du: diesmal kommst du ohne SchIäge davonそれについて, ich will sie für eine andere Gelegenheit aufsparen残しておく.' Dann zündete er seine Pfeife anに火をつける(an|zün·den), setzte sich in den Großvaterstuhl und sprach 'das war ein gutes Geschäft, für zwei magereやせた Kühe ein glattesつやのある Pferd und dazu einen großen Beutel voll Geld. Wenn die Dummheit immer soviel einbrächte, so wollte ich sie gerne in Ehren haltenを大切にする. So dachte der Bauer, aber dir sind gewiß die Einfältigen lieber.