Menschen betrachten einen eingestürzten Tempel in Mandalay. Foto: EPA, Keystone
(Quelle:https://www.tagesanzeiger.ch/mehr-als-1000-tote-nach-erdbeben-in-myanmar-bestaetigt-556043774766)
In Myanmar ist die Zahl der offiziell bestätigten Todesopfer nach dem Erdbeben auf mehr als 1000 angestiegen. Zudem gebe es fast 2400 Verletzte, teilte die Militärjunta des südostasiatischen Landes mit. Am Freitag hatte die Erde in Südostasien heftig gebebt und schwere Zerstörungen angerichtet. Das Deutsche Geoforschungsinstitut (GFZ) und die US-Erdbebenwarte (USGS) gaben die Stärke mit 7,7 an. Zudem registrierten beide Institute wenige Minuten später etwas südlich ein weiteres Erbeben mit einer Stärke von 6,4. Die Beben trafen auch Thailand und China. In Thailand sollen Medienberichten zufolge bisher zehn Tote geborgen worden sein. Hinzu kämen 101 Vermisste allein in der Hauptstadt Bangkok. Aus der an Myanmar grenzenden chinesischen Provinz Yunnan wurden Verletzte gemeldet. Auch in Vietnam waren die Erdstöße teils deutlich zu spüren. Laut einer Schätzung der US-Erdbebenwarte könnten durch die Beben insgesamt mehr als 10.000 Menschen ums Leben gekommen sein.
Dänemark weist Vance-Kritik nach Grönland-Besuch zurück
US-Vizepräsident JD Vance hat am Freitag den einzigen US-Militärstützpunkt auf Grönland besucht und dabei scharfe Vorwürfe gegen den NATO-Verbündeten Dänemark erhoben. Das Land habe zu wenig in die Menschen und die Sicherheitsarchitektur in Grönland investiert, sagte Vance auf dem Stützpunkt Pituffik. Die dänische Regierungschefin Mette Frederiksen wies die Kritik zurück. Die Bemerkungen des US-Vizepräsidenten träfen nicht zu, erklärte sie in Kopenhagen. Dänemark sei bereit, beim Thema arktische Sicherheit „Tag und Nacht mit den Amerikanern zu kooperieren". Zudem habe ihr Land viele Jahre lang den USA in schwierigen Situationen zur Seite gestanden. Dabei bezog sich Frederiksen auf die Kampfeinsätze im Irak und in Afghanistan. Vance und der Nationale Sicherheitsberater Mike Waltz hatten sich nur rund drei Stunden in Grönland aufgehalten.
Musks KI-Firma übernimmt Kurzbotschaftendienst X
Tech-Milliardär Elon Musk lässt die Online-Plattform X in seiner KI-Firma xAI aufgehen. Dies sei im Rahmen einer Aktientransaktion geschehen, bei der xAI mit 80 Milliarden Dollar und der Kurzbotschaftendienst X mit 33 Milliarden Dollar bewertet worden sei, teilte Musk mit. xAI konkurriert im Bereich der Künstlichen Intelligenz mit anderen Unternehmen wie dem ChatGPT-Entwickler OpenAI. Mit der Fusion würden unter anderem Daten, Computer-Infrastruktur und die Mitarbeiterschaft zusammengelegt, so Musk weiter. Allein X habe 600 Millionen aktive Nutzer, das gemeinsame Unternehmen werde „Milliarden" erreichen. Musk gilt derzeit als der engste Berater von US-Präsident Donald Trump.
Israelische Reservisten verweigern Rückkehr in Gazastreifen
Reservisten des israelischen Militärs verweigern örtlichen Medienberichten zufolge zunehmend die Rückkehr in den Krieg im Gazastreifen. Dem Fernsehsender Kan zufolge begründeten zahlreiche Reservisten des Sanitätskorps ihre Weigerung in einem Schreiben unter anderem mit ethischen und rechtlichen Gründen sowie der Ausweitung des Kriegs „jenseits aller Vernunft". Das Schreiben wurde von medizinischen Fachkräften unterschiedlicher militärischer Ränge unterzeichnet. Der Krieg schade der Zivilbevölkerung auf beiden Seiten, dem sozialen Gefüge Israels und dem langfristigen Überleben des Landes, zitierte der TV-Sender aus dem Schreiben. Die Reservisten nannten demnach als weiteren Grund für ihre Haltung die Besetzung von Gebieten im Gazastreifen.
Der estnische Außenminister Margus Tsahkna hat die Entscheidung seines Landes gerechtfertigt, aus dem internationalen Abkommen gegen Anti-Personen-Minen auszutreten. „Wenn Russland kommt, dann müssen wir zurückschlagen" sagte Tsahkna der Welt am Sonntag. Auch Estland müsse Europa schützen. Die drei baltischen Staaten Litauen, Lettland und Estland sowie Polen hatten zuvor erklärt, aus dem Übereinkommen über das Verbot von Anti-Personen-Minen - besser bekannt als Ottawa-Abkommen - auszutreten. Auch Finnland erwägt diesen Schritt. Die Minen sind vor allem deshalb umstritten, weil sie Soldaten und Zivilisten unterschiedslos treffen können. Zudem sind vergessene und nicht geräumte Minen auch nach dem Ende eines Konflikts eine Bedrohung für die Zivilbevölkerung.
Partielle Sonnenfinsternis zeigt sich im Norden
Auf der nördlichen Erdhalbkugel wird an diesem Samstag eine partielle Sonnenfinsternis zu beobachten sein. Im äußersten Fall verdeckt der Mond währenddessen 90 Prozent der Sonne. In Deutschland werden es zur Mittagszeit allerdings maximal 23 Prozent sein, wie Astronomen errechneten. Eine Sonnenfinsternis ereignet sich, wenn Sonne, Mond und Erde auf einer geraden Linie liegen und sich der Mond zwischen Erde und Sonne schiebt. Dies geschieht nun aber nur teilweise. Beim Beobachten des Himmelsschauspiels sollte unbedingt eine dafür vorgesehene Schutzbrille getragen werden, da sonst Augenverletzungen bis hin zur Erblindung drohen.