Flammen und Rauch steigen nach israelischen Luftangriffen auf Dahiyeh, einem südlichen Vorort von Beirut, Libanon, am Montag, dem 2. März 2026, auf. - keystone
(Quelle:https://www.nau.ch/politik/international/iran-krieg-weitet-sich-aus-angriffe-auch-im-libanon-67100870)
Die libanesische Hisbollah-Miliz hat Israel in der Nacht mit mehreren Raketen angegriffen und stellte sich damit offen an die Seite des Iran. Israel reagierte mit Luftangriffen auf Vororte Beiruts sowie weitere Ziele im Libanon. Gleichzeitig bombardierte die israelische Luftwaffe erneut Ziele im Zentrum Teherans. Auch das US-Militär setzt seine Angriffe im Iran fort, wie Präsident Donald Trump erklärte. Es ist der erste Raketenangriff der vom Iran unterstützten Hisbollah seit Beginn einer Waffenruhe mit Israel im November 2024. Die Miliz begründete ihr Vorgehen mit der Tötung des iranischen Staatsoberhaupts Ajatollah Ali Chamenei bei einem israelischen Luftangriff am Samstag in Teheran.
Mutmaßlicher Drohnenangriff auf Militärstützpunkt auf Zypern
Der britische Luftwaffenstützpunkt Akrotiri auf Zypern ist in der Nacht zum Montag offenbar von einer Drohne getroffen worden. Das bestätigte das Verteidigungsministerium in London laut der Nachrichtenagentur PA. Verletzt wurde bei dem Vorfall nahe Limassol niemand. Nach Angaben der zyprischen Regierung handelte es sich um eine unbemannte Drohne, die nur geringen Schaden verursachte. Wer sie abgefeuert hat, ist bislang unklar. Die Behörden stünden in engem Austausch mit der britischen Regierung und beobachteten die Lage genau. Zuvor hatte London erklärt, den USA die Nutzung seiner Stützpunkte in der Region für „defensive" Angriffe auf den Iran zu gestatten.
Ölpreis steigt in Folge des Iran-Konflikts
Die Eskalation im Nahen Osten treibt den Ölpreis in die Höhe. Nach dem Angriff der USA und Israels auf den Iran stieg der Preis der Nordseesorte Brent am Sonntag im außerbörslichen Handel um zehn Prozent auf rund 80 Dollar je Barrel, wie Ölhändler sagten. OPEC Plus, eine Gruppe aus acht ölproduzierenden Ländern, erklärte, dass sie im April die Ölproduktion erhöhen wird, um die Auswirkungen auf die Ölpreise abzumildern. Die Gruppe, zu der arabische Golfstaaten und Russland gehören, erklärte in einer Stellungnahme, dass ihre Mitglieder die Marktbedingungen genau überwachen und beurteilen würden, um gegebenenfalls die Marktstabilität zu unterstützen.
Macron präsentiert neue Pläne für Frankreichs Atomwaffen
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron will an diesem Montag Pläne zum Ausbau der nationalen nuklearen Abschreckung vorstellen. In einer Grundsatzrede am Stützpunkt der französischen Atom-U-Boote äußert er sich auch zur möglichen Einbindung europäischer Partner in den französischen Schutzschirm. Die Debatte über eine europäische Abschreckung hatte vor zwei Wochen auf der Münchner Sicherheitskonferenz an Dynamik gewonnen. Bundeskanzler Friedrich Merz erklärte dort, er führe Gespräche mit Macron über eine gemeinsame europäische Lösung. Seit dem Brexit ist Frankreich die einzige Atommacht der EU. Nach Angaben des Friedensforschungsinstituts SIPRI verfügt das Land über rund 290 Atomwaffen.
Tote nach Schießerei in Texas
In einem Ausgehviertel in der texanischen Stadt Austin in den USA sind mindestens drei Menschen getötet worden. Die Polizei sei gegen 2 Uhr am Sonntagmorgen (Ortszeit) verständigt worden und habe am Tatort, einer Bar, einen bewaffneten Mann angetroffen. Drei Polizisten hätten das Feuer auf ihn „erwidert" und den Verdächtigen getötet. Die Verletzten wurden ins Krankenhaus gebracht. Drei von ihnen schwebten nach Behördenangaben in Lebensgefahr. Das Motiv des Schützen war zunächst unklar. Die zentrale Sicherheitsbehörde der Vereinigten Staaten, das FBI, schließt jedoch einen Terroranschlag nicht aus.
Melania Trump übernimmt Vorsitz im UN-Sicherheitsrat
Melania Trump soll an diesem Montag als erste First Lady der USA eine Sitzung des UN-Sicherheitsrats leiten. Anlass ist die turnusmäßige Übernahme des monatlich wechselnden Vorsitzes im wichtigsten UN-Gremium durch die Vereinigten Staaten. Nach Angaben der US-Mission bei den Vereinten Nationen wird die Frau des US-Präsidenten Donald Trump die Rolle von Bildung für Frieden und internationale Sicherheit hervorheben. Den entsprechenden Beitrag der US-Mission auf der Plattform X verbreitete die 55-Jährige unkommentiert weiter. Üblicherweise führen UN-Botschafter oder Regierungsvertreter durch die Sitzungen des 15-köpfigen Gremiums.