USA kündigen Abzug von 5000 Soldaten aus Deutschland an..EU und Wirtschaft kritisieren Trumps neue Zollpläne.. etc..

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Quelle Nachrichten von Samstag, 02.05.2026


USA kündigen Abzug von 5000 Soldaten aus Deutschland an

Auf dem Truppenübungsplatz im bayerischen Grafenwöhr haben die US-Armee und deutsche Soldaten vor knapp zwei Jahren gemeinsam geübt. Daniel Löb (Quelle:https://www.sueddeutsche.de/politik/usa-truppen-abzug-5000-soldaten-donald-trump-friedrich-merz-deutschland-li.3477054)
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat den Abzug von etwa 5000 US-Soldaten aus Deutschland angeordnet. Der Abzug solle binnen sechs bis zwölf Monaten abgeschlossen ⁠sein, ⁠ sagte Pentagon-Chefsprecher Sean Parnell. Deutschland ist mit bislang rund 35.000 aktiven Soldaten der größte Stützpunkt des US-Militärs in Europa und dient als wichtiges Ausbildungszentrum. Diese Entscheidung folge einer gründlichen Überprüfung der US-Truppenpräsenz in Europa. Sie trage den Anforderungen der Einsatzgebiete sowie den Bedingungen vor Ort Rechnung, hieß es. Trump hatte jüngst bereits angekündigt, einen entsprechenden Schritt zu prüfen. Zuvor hatte er deutliche Kritik an Bundeskanzler Friedrich Merz geübt, weil dieser sich kritisch über die US-Offensive gegen den Iran geäußert hatte.

EU und Wirtschaft kritisieren Trumps neue Zollpläne

Die Europäische Union und die deutsche Wirtschaft kritisieren die von US-Präsident Donald Trump angekündigte Anhebung von Zöllen auf Fahrzeuge aus der EU. Die EU-Kommission behielt sich in einer ersten Reaktion Gegenmaßnahmen vor, sollte Trump seine Ankündigung tatsächlich wahr machen. Der deutsche Verband der Automobilindustrie (VDA) bezeichnete Trumps Vorstoß als „erneute und schwerwiegende Belastung der transatlantischen Beziehungen". Trump hatte am Freitag auf der Plattform Truth Social angekündigt, er wolle Zölle auf Autos und Lastwagen, die aus der EU in die USA eingeführt werden, von kommender Woche an auf 25 Prozent erhöhen. Er begründete das mit dem Vorwurf, dass sich die EU nicht an das vereinbarte Handelsabkommen halte.

Hunderttausende protestieren in Kuba gegen US-Embargo

US-Präsident Donald Trump erhöht den Druck auf Kuba: In einem am Freitag unterzeichneten Erlass verfügte Trump neue Sanktionen gegen Regierungs- und Wirtschaftsvertreter des kommunistischen Landes. Strafmaßnahmen sollten unter anderem gegen Personen verhängt werden, die sich in Kuba „schwerer Menschenrechtsverletzungen" oder der Korruption schuldig gemacht haben. In der Hauptstadt Havanna protestierten am Tag der Arbeit Hunderttausende Kubaner gegen das US-Embargo und die Drohungen der Trump-Regierung. An der Kundgebung vor der US-Botschaft nahmen nach Regierungsangaben mehr als 500.000 Menschen teil. Kuba leidet unter der schwersten Wirtschaftskrise seit Jahrzehnten. Verschärft wird die Lage durch massive Energieknappheit, weil die US-Regierung im Januar eine Ölblockade gegen den Inselstaat verhängt hat.

Selenskyj will Soldaten besser bezahlen

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat mitten im Krieg mit Russland Reformen in der Armee angekündigt. Es gehe darum „die Soldzahlungen spürbar zu erhöhen", teilte der Staatschef bei Telegram mit. Der Sold im Hinterland soll um fast 50 Prozent steigen. Für Kampfeinsätze von Infanteristen stellte Selenskyj mehr als eine Verdreifachung der bisherigen Frontzuschläge in Aussicht. Im April hatte die Europäische Union einen Kredit über 90 Milliarden Euro freigegeben. Medienberichten zufolge kann Kyjiw mit dem Geld erstmals direkt die Armee finanzieren. Die Ukraine wehrt sich seit mehr als vier Jahren mit westlicher Unterstützung gegen eine russische Invasion.

Brasiliens Ex-Präsident Bolsonaro muss sich OP unterziehen

Der wegen eines versuchten Staatsstreichs zu mehr als 27 Jahren Haft verurteilte brasilianische Ex-Präsident Jair Bolsonaro ist erneut im Krankenhaus. Grund ist eine Operation an der Schulter, meldete das Nachrichtenportal G1. Bolsonaro leidet seit Jahren an gesundheitlichen Problemen, viele gehen auf eine gegen ihn verübte Messerattacke im Wahlkampf 2018 zurück. Die aktuelle Operation hängt allerdings mit einem Sturz zusammen, bei dem sich der 71-Jährige im Januar die Schulter verletzt hatte. Weil er nach seiner Abwahl gemeinsam mit Mitverschwörern einen Staatsstreich gegen die Regierung seines Nachfolgers Luiz Inácio Lula da Silva geplant hatte, war Bolsonaro zu einer rund 27-jährigen Freiheitsstrafe verurteilt worden.

Neue Regeln bei den Oscars

Bei der 99. Oscar-Verleihung im kommenden März werden neue Regeln eingeführt, die unter anderem auf internationale Beiträge, Schauspiel-Nominierungen und den Umgang mit Künstlicher Intelligenz abzielen. Größere Veränderungen gibt es in der Sparte Internationaler Spielfilm, wie die Academy of Motion Picture Arts and Sciences mitteilte. Mit Blick auf den Einsatz von Künstlicher Intelligenz schreibt die Filmakademie vor, dass Rollen nur nominiert werden können, wenn sie nachweislich von Menschen gespielt wurden. Die neuen Auflagen gelten auch für Drehbücher, die ebenfalls von Personen geschrieben sein müssen.