Waldbrände bedrohen südwestfranzösische Großstadt Bordeaux..Umweltbundesamt warnt vor mehr Hitzewellen in Deutschland.. etc..

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Quelle Nachrichten von Samstag, 25.07.2026


Waldbrände bedrohen südwestfranzösische Großstadt Bordeaux

Strandbesucher sitzen am Strand von Moutchic in Lacanau im Südwesten Frankreichs, während Rauchwolken von einem Waldbrand in den Himmel aufsteigen. (Quelle:https://Maximilien Lamy/AFP/dpa)
In Frankreich und Spanien haben beispiellose Waldbrände am Freitag mehr als 160.000 Menschen zur Flucht gezwungen. Behördenangaben zufolge wurden im Südwesten Frankreichs bislang rund 141.000 Menschen in Sicherheit gebracht. Nach Angaben des französischen Innenministers Laurent Nuñez gab es in Frankreich noch nie zuvor Brände in diesem Ausmaß. Er versprach, „alles zu tun", um die bedrohte Stadt Bordeaux zu schützen. Auch in Spanien wurden allein im Raum Madrid rund 25.000 Menschen zur Evakuierung aufgefordert. Den Hauptstadtbehörden zufolge war das Feuer dort „nicht zu löschen". In beiden EU-Ländern wird die Brandbekämpfung durch ungünstige Wetterbedingungen erschwert.

Umweltbundesamt warnt vor mehr Hitzewellen in Deutschland

Die Bürger in Deutschland müssen sich in den kommenden Jahren auf noch mehr Hitzephasen einstellen. Der durch den Klimawandel erfolgte Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur werde zu extremeren Sommertemperaturen beitragen, sagte der Präsident des Bundesumweltamtes, Dirk Messner, der Katholischen Nachrichten-Agentur. Außerdem werde es verstärkt lange, mehrtägige Hitzewellen geben, in denen es auch nachts kaum abkühle. Messner mahnte eindringlich zu mehr Tempo beim Klimaschutz in Deutschland.

Ägypten bekommt Milliardendarlehen von Europäischer Union

Für die Zusammenarbeit mit Ägypten zahlt die EU-Kommission 1,5 Milliarden Euro an das nordafrikanische Land. Es ist die zweite von drei Tranchen eines Darlehens in Höhe von insgesamt vier Milliarden Euro. Der Kredit ist Teil einer im März 2024 mit der Regierung in Kairo geschlossenen strategischen Partnerschaft. Ägypten beherbergt nach Angaben der Vereinten Nationen rund eine Million Flüchtlinge aus Krisenländern. Von ihnen versuchen viele, über das Mittelmeer in die Europäische Union zu gelangen. Die Finanzhilfe ist an Auflagen geknüpft, wie etwa glaubwürdige Schritte zu mehr Demokratie und Rechtsstaatlichkeit.

Tausende Seeleute sitzen auf Schiffen in Straße von Hormus fest

Die Vereinten Nationen sorgen sich um das Schicksal zahlreicher Crews auf Handelsschiffen im Persischen Golf. Wegen der gegenseitigen Angriffe der USA und Irans säßen in der Straße von Hormus mindestens 6000 Seeleute auf rund 400 Schiffen fest, sagte eine Sprecherin des UN-Menschenrechtsbüros in Genf. Kleinere Schiffe seien in der Bilanz noch gar nicht erfasst. Nach einer kurzen Entspannungsphase hat Iran die strategisch wichtige Meerenge de facto wieder abgeriegelt. Die UN appellierten an die Kriegsparteien, einen Weg zu finden, damit alle Seeleute von Bord der Schiffe gehen könnten.

Vertragsstaaten des Weltstrafgerichts stimmen für Entlassung von Chefankläger Khan

Im Zusammenhang mit Missbrauchsvorwürfen ist der Chefankläger des Internationalen Strafgerichtshofes, Karim Khan, entlassen worden. Die Vertragsstaaten des Weltstrafgerichts stimmten in New York mehrheitlich für seine Amtsenthebung. Laut einer Pressemitteilung der Versammlung werfen sie Khan „schweres Fehlverhalten" vor. Zudem habe er „eine schwerwiegende Verletzung seiner Amtspflichten" begangen. Khan waren von einer früheren Mitarbeiterin sexuelle Übergriffe vorgeworfen worden. Der britische Jurist weist alle Anschuldigungen entschieden zurück.

Türkischer Oppositionschef Özel gründet neue Partei

In der Türkei ist der abgesetzte Chef der Oppositionspartei CHP, Özgür Özel, nun Vorsitzender der neugegründeten Yeni Parti. Er sei in der konstituierenden Sitzung in der Hauptstadt Ankara einstimmig gewählt worden, teilte ein Sprecher der Yeni Parti mit, deren Name übersetzt „Neue Partei" bedeutet. Zuvor hatte Özel gemeinsam mit 90 weiteren Abgeordneten den Austritt aus der sozialdemokratischen CHP erklärt. Der Schritt folgt einer umstrittenen Entscheidung eines türkischen Gerichts. Dieses hatte den CHP-Parteitag von 2023 für ungültig erklärt und Özels umstrittenen Vorgänger Kemal Kilicdaroglu kommissarisch wieder als Parteichef eingesetzt.